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TiK – Trainer-innen-Ausbildung für interkulturelle Kompetenz

Diese mehrtägige Ausbildungsreihe qualifiziert Multiplikator-inn-en der Jugendarbeit zu Trainer-inne-n für Jugendarbeit in der Migrationsgesellschaft. Die Teilnehmenden sollen anschließend dazu beitragen, eine diversitätsbewusste und rassismuskritische Haltung bei ehren- und hauptamtlich Mitarbeitenden der Jugendarbeit zu stärken, und fortbildend wirken.

 

 

Die diversitätsbewusste und rassismuskritische Gestaltung von Angeboten der Jugendarbeit hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Durch die vermehrte Arbeit mit jungen Geflüchteten ist die Bedeutung des Arbeitsfeldes zusätzlich gestiegen. Diese Ausbildungsreihe qualifiziert Multiplikator-inn-en der Jugendarbeit in einem halben Jahr zu Trainer-inne-n. Interkulturelle Kompetenz wird aus einer rassimuskritischen Perspektive beleuchtet und hinterfragt. Ausgehend von einem kritischen Blick auf den Kulturbefriff stehen Rassismuskritik und Diversitätsbewusstsein im Zentrum der Fortbildung.

Worum geht's?

Die Fortbildung zielt darauf ab, Wissen zu vermitteln, eine eigene Haltung zu entwickeln und sich auf eigene Trainings vorzubereiten, um als Trainer-in in den eigenen Kontexten und darüber hinaus wirken zu können. Diese Trainings tragen dazu bei, dass die Aktiven der Jugendarbeit besser gewappnet sind für die Jugendarbeit in der Migrationsgesellschaft.

Wer kann mitmachen?

Die Fortbildung richtet sich an Multiplikator-inn-en aus Jugendverbänden, Jugendringen, Jugendpflegen, der offenen Jugendarbeit und an andere Interessierte mit Bezug zur Jugendarbeit – sowohl hauptamtlich als auch ehrenatmlich Aktive.  Teilnehmende, die nicht aus Niedersachsen kommen, sind bei freien Plätzen herzlich willkommen.

Damit sind natürlich auch Aktive aus Vereinigungen junger Menschen mit Migrationsgeschichte, People of Color Netzwerken, Migrant-inn-enjugendselbstorganisationen und Neuen Deutschen Organisationen gemeint. Auch werden Interessierte of Color und mit (familiärer) Migrationsgeschichte zur Anmeldung ermutigt.

Ausbildungs-Inhalte

In den sechs Ausbildungsmodulen wird ein Blick auf die Gesellschaft, auf Flucht, auf die Jugendarbeit und auf die Umsetzung von Trainings geworfen. Dabei werden sowohl persönliche als auch schematische und praktische Zugänge zu den Themen gewählt. Wir werden Vorurteile, Privilegien und 
Diskriminierung in den Blick nehmen und Strategien 
zum Umgang besprechen. Es gibt einen Blick hinter 
die Kulissen des Asylverfahrens und Einblicke in die Lebenslagen junger Geflüchteter in Deutschland. 
Ebenso wichtig ist es in der Fortbildungsreihe aber auch, die Teilhabe und Partizipation von jungen Menschen mit familiärer Zuwanderungsgeschichte nicht aus dem Blick zu verlieren.

Anhand von Gruppenarbeiten, Vorträgen, interaktiven Methoden, Austausch, Selbsterfahrungen, kollegiale Beratung, Filmausschnitten, Diskussionen und Rollenspielen nähert sich die Gruppe den Themen.

Inhalte im Überblick:
- Rassismuskritische Perspektive auf Kultur und interkulturelles Lernen
- Einführung in Diskriminierung, Machtverhältnisse und Rassismus im Kontext der Migrationsgesellschaft
- Reflexion der eigenen Positionierung und Verortung
- Empowerment, geschützte Räume und Powersharing
- Diversitätsbewusste Jugendarbeit
- Haltung & Trainer-innenrolle
- Umgang mit Herausforderungen
- Machtsensible Handlungsmöglichkeiten
- Asylrecht, Trauma und Flucht
- Konzeption, Durchführung und Reflexion eines eigenen Trainings

Termine und Themen

Bereits der vierte TiK-Durchgang steht vor der Tür und beginnt nach dem Jahreswechsel. Die geplanten Termine sind hier zur Info aufgelistet. Für alle Interessierten, die beim letzten Durchgang nicht dabei sein konnten: Eine Anmeldung ist jetzt möglich.

12.-14.02.2018    Einblick: Einführung, Kennenlernen und Sensibilisierung für das Themenfeld (mit Referent-inn-en von glokal e.V.)
13.-15.03.2018    Scharfblick: Trainingsgrundlagen und Trainingskonzeption (mit Referent-inn-en von glokal e.V.)
18./19.04.2018    Ausblick: Überlegungen zum eigenen Training (mit Referent-inn-en von glokal e.V.)
--> Durchführung eines eigenen Trainings
05./06.06.2018    Durchblick: Asylrecht, Traumata und Lebenslagen junger Geflüchteter (mit u.a. Referent-inn-en vom Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V.)
19./20.06.2018    Ausblick: Reflexion des eigenen Trainingsangebots, Weiterentwicklung der Konzepte und Abschluss (mit Referent-inn-en von glokal e.V.)

Die meisten Module werden von Teams aus unterschiedlich positionierter Referent-inn-en in Bezug auf Rassismus (PoC/weiß) durchgeführt.

Organisatorisches

Die Ausbildungsreihe setzt sich aus sechs Modulen zusammen. Der erste Tag eines Moduls beginnt um 10:00 Uhr und der letzte Tag eines Moduls endet um 17:00 Uhr. Alle Einheiten beinhalten bei Bedarf eine Übernachtung. Teilweise wird ein Abendprogramm angeboten und wir bitten die Interessierten sich die Abende frei zu halten. Alle Module finden in Hannover statt. Zwischen den Ausbildungsmodulen soll eine Aufgabe gemacht und vor dem letzten Modul ein eigenes Training durchgeführt werden.

Die Ausbildungsreihe wird vorbehaltlich der Bewilligung der Haushaltsmittel 2018 für das Projekt angeboten.

Zertifikat

Bei Teilnahme an allen Modulen, Erledigung der Aufgaben sowie erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat.

Kosten

Das Qualifizierungsangebot wird gefördert durch das Niedersächische Ministerium für Soziales Gesundheit und Gleichstellung. Für die Teilnahme an der gesamten Ausbildungsreihe wird ein Beitrag von 300,00 Euro erhoben. Darin enthalten sind Teilnahmegebühr, Übernachtung im Einzelzimmer und Verpflegung während der Veranstaltung. Reisekosten können nicht erstattet werden. In Einzelfällen ist eine Ermäßigung des Beitrags sowie eine Ratenzahlung nach Vereinbarung möglich.

Teilnehmende, die nicht aus Niedersachsen kommen, sind bei freien Plätzen herzlich willkommen. Da hier keine Förderung von Übernachtung und Verpflegung möglich ist, erhöht sich der Beitrag auf 600 Euro.

Anmeldung

Eine Anmeldung über das Bewerbungsformulars für den nächsten TiK-Durchgang in 2018 ist möglich. Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 16 Personen beschränkt. Melden sich mehr Interessierte um eine Teilnahme an, als Plätze zur Verfügung stehen, trifft der Landesjugendring eine Auswahl auf Grundlage der vorliegenden Unterlagen der Teilnehmenden. Die Entscheidung wird zeitnah mitgeteilt. Die Trainingsreihe wird vorbehaltlich der Bewilligung der Haushaltsmittel 2018 für das Projekt angeboten.

Die Anmeldefrist ist der 20.12.2017.

Aufgrund weniger freier Plätze gibt es eine Nachfrist bis zum 04.02.2018.

Anmeldeformular