Tipps und Tricks für das Gelingen von Kooperationen

Aus den bisherigen Projekterfahrungen lassen sich folgende Tipps und Tricks für das Gelingen von Kooperationen ableiten:
  • Kooperationen sollten mit Patner-inne-n angestrebt werden, mit denen man jenseits des Willens zum interkulturellen Austauschs ein gemeinsames Interesse teilt. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf Partner-innen aus dem örtlichen Umfeld gelegt werden, da »kurze Wege« und ein gemeinsamer Sozialraum die notwendige Nähe zur Kooperation bieten.
  • Gemeinsame Interessen sind die Basis für eine Partnerschaft auf Augenhöhe. Augenhöhe bedeutet, dass eine gleichberechtige Partizipation der Partnerinnen besteht und sich jede-r Partner-in einbringt. Schwierigkeiten ergeben sich oftmals aus den unterschiedlichen Professionalisierungsgraden zwischen etablierten Verbänden und MJSOen.
  • Unter der Berücksichtigung der unterschiedlichen Ressourcenstärke sollten möglichst klare Absprachen zur Kooperation vereinbart werden. Insbesondere verlässliche Kommunikationstrukturen auf beiden Seiten, die auf festen Ansprechpartnerinne-n und regelmäßigem Austausch basieren, sind für das Gelingen von Kooperationen grundlegend.
  • Wertschätzung und Anerkennung der Partnerorganisation in ihrer jeweiligen Prägung sind eine wichtige Grundlage von Partnerschaften. Dazu gehört insbesondere die grundsätzliche Wertschätzung des überwiegend ehrenamtlichen Engagements von MJSOen.
  • Zu guter Letzt sollte auch der gesellschaftliche Rahmen von Kooperationen nicht unbeachtet bleiben. Beispielsweise kann ein einseitiger gesellschaftspolitischer Sicherheits- und Extremismusdiskurs Kooperationen, an denen MJSOen beteiligt sind, belasten und sollte daher gemeinsam reflektiert werden.