„Vielfalt leben!"

Unter dem Schwerpunkt „Kultur und Persönlichkeit” fanden im Landesjugendring Niedersachsen zwei Module in der Reihe „Vielfalt leben!” statt.

Dabei setzten sich die Teilnehmenden in gemischten Gruppen mit einzelnen Methoden zu verschiedenen Werte- und Normenkomplexen auseinander und reflektierten die Ergebnisse, mit dem Ziel sie in deren Jugendarbeit zur Geltung bringen zu können. Schwerpunkt der Fortbildung war die reflexive und methodische Auseinandersetzung mit verschiedenen Kulturkonzepten.

Das Themenfeld war für die Teilnehmer-innen wichtig, denn sowohl in den anerkannten Jugendverbänden als auch in den MJSOen organisieren sich Jugendliche mit und ohne Zuwanderungsgeschichte. Hier spielen identitätsbildende Faktoren wie Religion, Sprache und Kultur eine große Rolle. Das Erkennen der individuellen Bedarfe von Jugendlichen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte setzt dabei interkulturelle Sensibilität voraus. 

Interkulturelle Qualifizierungsreihe – „Vielfalt leben!”

Für ein interkulturelles Miteinander sind kultursensibler Umgang, das Wissen und Kennen der verschiedenen Denk- und Handlungsmuster in den jeweiligen Kulturen, sehr wichtig, denn nur so kann Fettnäpfchen, Missverständnissen und Disharmonien zwischen verschiedenen Jugendgruppen von vornherein vorgebeugt werden und neue Ressourcen, Kompetenzen und Potenziale in der Jugendarbeit können entdeckt werden. Im Rahmen zahlreicher Arbeitstreffen im Projektkontext wurde von den Akteurinnen und Akteuren der Bedarf an einem interkulturellen Kompetenztraining geäußert.

Daher werden in zwei Modulen zu „Interkulturelle Kommunikation” und „Kultur & Persönlichkeit” über Methoden zu Körpersprache und nonverbaler Kommunikation Möglichkeiten an die Hand gegeben, kulturspezifische Verhaltensmuster zu begreifen und in der Jugendarbeit anzuwenden. Auch verschiedene Kulturkonzepte der interkulturellen Jugendarbeit werden reflektiert und neue Methoden erlernt, die an Jugendleiter-innen weitergegeben werden können. Zielgruppe der Qualifizierungsreihe sind Haupt- und Ehrenamtliche mit oder ohne Vorerfahrungen im interkulturellen Bereich.